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Nofollow ist nicht gleich PageRank Sculpting

14. Juni 2009 | 22 Kommentare | Kategorie Informationsarchitektur



PageRank Sculpting und Link-Nofollow werden oft synonym verwendet. Im Grunde aber bezeichnet PageRank Sculpting die Steuerung der PageRank-Vererbung innerhalb der eigenen Website oder sogar der eigenen Websites. Link-Nofollow ist eine konkrete Maßnahme gewesen. um die Ziele die man für sein PageRank Sculpting definiert hat. zu erreichen.

PageRank Sculpting wurde schon betrieben, lange bevor es das Wort dafür gab und auch lange bevor es das von Google verordnete Link-Nofollow Tag gegeben hat.

Lustiger weise hat Google jetzt aber sein Verhalten hinsichtlich der Auswertung des Link-Nofollows erheblich geändert. Sehr gut nachzulesen bei Rand.

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Suchmaschinen & SEO – Oktober 2008

2. November 2008 | 7 Kommentare | Kategorie SEO


So, wieder ein Monat vorbei und ich kann mich kaum an die einzelnen Tage erinnern. Die Zeit vergeht wie im Flug und wir haben fast schon wieder Weihnachten. Das dachte sich auch Google und bescherte uns das erste panikartige Thema dieses Rückblicks:

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PageRank richtig interpretiert

19. Oktober 2008 | 5 Kommentare | Kategorie Google, Internet Popularity

Oder auch: Warum bekomme ich mehr Besucher bei sinkendem PageRank?

Diese Thema wollte ich lange schon mal angehen, ist die Diskussion über die Bedeutung des PageRank doch oft eher polemisch und wenig fundiert. Den letzten Anstoß hat dann aber das wirklich sehr gute Posting von Vanessa Fox mit dem Titel Is PageRank the Ultimate Measure of Online Influence gegeben.

Um es kurz zu machen, Vanessa legt hier auf eine sehr fundierte Art und Weise dar, dass der PageRank nicht als ultimative Kennzahl für den Einfluss einer Website im Internet geeignet. In Ihrer Argumentation geht sie auch auf den Unterschied des googleinternen PageRanks aus und dem Wert, denn wir sehen. Und leider ist der für uns sichtbare grüne Balken leider nicht aktuell und die Skalierung extrem grob.

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Suchmaschinen, SEM & SEO – Mai 2008

1. Juni 2008 | Keine Kommentare | Kategorie SEO

Yahoo! Microsoft und das Internet

Da war doch mal eine Firma, die hatte Betriebssysteme auf allen PC und somit nahezu die IT-Weltherrschaft errungen hatte. Aber dann kam das Internet und die PCs wurden vernetzt. Die Technik begann in den Hintergrund zu treten und die Inhalte wurden wichtiger. Und da kam eine zweite Firma und versuchte diese Inhalte zu sortieren und somit zugänglich zu machen. Leider wuchsen diese Inhalte aber schneller als der Katalog. Und so gab es eine dritte Firma die erkannt hat, dass man eben diese Inhalte nur automatisiert erschließen und zugänglich machen kann. Und während die erste Firme immer noch nicht an das Internet glaubte, die zweite Firma Portale baute eroberte die Dritte das Netz und das Herz der Internetnutzer.

Damit könnte die Geschichte am Ende sein, wir sind aber in keiner Geschichte und somit gibt es auch kein Ende. Microsoft hat gemerkt, dass es das Internet wirklich gibt und versucht es zu erschließen, Yahoo! Hat gemerkt, dass man manchmal auch an das geldverdienen denken sollte und versucht hier besser zu werden. Beide zusammen sind an sich nicht schlecht, aber leider auch nicht gut genug. Anstatt aber an sich zu arbeiten um kompetitiv zu wer den, bescheren sie und ein Lustspiel sondergleichen. Und im Mai 2008 sieht es wie folgt aus:

Yahoo! Aktien verliert massiv an Wert nachdem das Übernahmeangebot ausgeschlagen wird. Startkurs am 05.05.2008 23,02 USD, immerhin über den rund 19 USD vor dem Übernahmedebakel (siehe Internetmarkeitng-News).

Yahoo! Von den Shareholdern jetzt scharf beobachtet beginnt mit diversen Meldungen Aktivität zu zeigen. So wurde der Suchindex auf Hadoop umgestellt, was für Yahoo! Sicher wichtig, für Nutzer aber ohne jeden sichtbaren Effekt ist. Dann wurden mit glue Page eine neue Version von Blenden Search gestartet, die jetzt auch Yahoo! -externe Quellen berücksichtigt, bei Madonna z.B. LastFM und bei Obama Wikipedia und YouTube. Und dann gab es natürlich den Start von SearchMonkey. Yahoo! öffnet somit die eigene Plattform für Entwickler und Seitenbetreiber (siehe auch OpenSearch bei Yahoo!) und will vermehrt auf Mikroformate (http://de.wikipedia.org/wiki/Mikroformat) setzen. Viel Aktivität. Aber an Aktivitäten hat es bei Yahoo! bisher kaum gemangelt, vielmehr an einer nachvollziehbaren und vor allem wertsteigernden Strategie. Mehr dazu bei Sistrix.

Am 19.05.2008 meldet dann JoJo, dass es doch wieder Gespräche zwischen Microsoft und Yahoo! gibt. Ziel diesmal eine Beteiligung, nicht eine Übernahme…

Und dann kommt der mit Abstand größte Schwachsinn aus dem Mund eines Milliardärs, was zeigt, das Geld einen nicht automatisch zu einem Experten auf allen Gebieten macht. Zumindest aber hat sich Carl Icahn mit der Idee den Google-Index Leerzukaufen echt selbst disqualifiziert. Seine Idee die TOP-5 Webseiten zu den TOP-25.000 Suchanfragen einfach zu kaufen und den Googlebot dann auszusperren ist aber wirklich nur absurd. Zum einem sind in den TOP-25.000 sehr viele navigationsorientierte Suchanfragen. Sprich die Nutzer werden nach AOL, Amazon, dell etc. suchen, und diese Firmen lassen sich nicht einfach Ihre Webseiten abkaufen. Zum anderen sind bei informationsorientierten Suchanfragen die Quellen nicht so wichtig wie die Information selbst. Wenn ich eine dpa-Meldung habe, habe ich alle und wenn die Wikipedia im Google-Index bleibt habe ich den Rest ;-). Du zu guter letzt werden die 25.000 Top-Suchanfragen kaum 10% des Suchtraffics ausmachen. Also Herr Icahn, wenn Du Dein Geld schon loswerden willst, überweise es mir doch einfach so. Hat genauso viel Effekt aber macht mich glücklicher ;-) Mehr dazu bei Sistrix und dem SOS-SEO-Blog.

Nun sitzt dieser Nicht-Suchexperte Herr Icahn aber leider im Yahoo! Aufsichtsrat (was vielleicht einige der Yahoo! Probleme erklärt…) und will jetzt den Verwaltungsrat bei Yahoo! übernehmen um eine Übernahme durch Microsoft zu ermöglichen. Diese führt dazu, dass Yahoo! erst mal die Hauptversammlung verschiebt. Um mal im Ernst, nachdem sich Herr Icahn als echter Internetexperte erwiesen hat, würde ich als Microsoft Yahoo! erst mal unter seiner „Führung“ lassen und in 6 Monaten für sehr wenig Geld übernehmen. Mit etwas Glück bekommt Microsoft dann gleich noch ein 25.000er Domainpaket als kostenlose Dreingabe. Zumindest besteht Yang auf seinen Chefposten, was ich bei der aktuellen Konkurrenzlage nur zu gut verstehen kann.

Wenn man aber mal den Humor außen vor lässt bleibt folgendes festzustellen. Microsoft und Yahoo! passen auf dem Papier gut zusammen, ob die Firmenkulturen aber gut harmonieren ist fraglich. Mit persönlich ist Yahoo! sehr sympathisch, auch wenn ich nur einige Dienste nutze. Zumindest hat Yahoo! das Internet mitgestaltet und hat IMHO ein wesentlich besseres Verständnis vom Netz als Microsoft. Beide aber zeigen derzeit ein mehr als kindliches Verhalten, was einzig Google in die Hände spielt. Anstatt selbst zu versuchen bessere Angebote (vielleicht auch zusammen) zu erstellen werden Ressourcen in sinnloser Art und Weise vergeudet. Wer den Shareholder in das Zentrum setzt verliert den User. Und wenn Shareholder leider nur ein 3-Monatsgedächtnis haben ist es die Aufgabe der Unternehmen dieses zu erweitern. Und wer in 10 Jahren noch Gelt verdienen will muss halt den User gewinnen und nicht versuchen die Shareholder über ihn zu stellen. Ist sicherlich nicht einfach hier die Interessen auszugleichen, aber die Herren CEOs bekommen dafür auch genug Gehalt. Also, werdet erwachsen, denkt an die Nutzer und steigert dann Eure Einnahmen. Oder unterhaltet uns weiter, Laientheater aus dem Silicon Valley ist auch recht unterhaltsam.

Und was mach Microsoft eigentlich derzeit? Da wird versucht, den Nutzer zu kaufen. Oder besser gesagt, den Käufer der über eine Microsoft-Anzeige einen kauft tätig einen Rabatt einzuräumen. Bei einem US-Marktanteil von unter 10% wohl der letzte Rettungsanker.

Powerset veröffentlicht Showcase

Powerset, die semantische Suchmaschine, hat einen ersten Showcase gestartet. Dieser bezieht sich aber ausschließlich auf die Daten von Wikipedia und Freebase. Insgesamt sieht die Sache auch recht schön aus, dass war es aber dann auch. Die Wikipediadaten sind aufgrund der internen Struktur recht einfach zu erschließen und zu verknüpfen und auch Freebase ist wesentlich strukturierter als die gemeine Website von Horst Müller. Somit zeigt Powerset nur, was man aus halbwegs strukturierten Daten machen kann. Schön, und? Weder Skalierung, nach Spambehandlung können so bewiesen werden, was zwei entscheidende Aufgaben einer Websuche einfach mal außen vor lässt. Was bleibt? Wikipedia könnte die interne Suche vielleicht an Powerset abgeben, aber für GYM gibt es keinen neuen Konkurrenten. Mehr dazu bei InternetMarketing-News.

Google Bildersuche mit neuen Algorithmen und Werbung

Lt. GoogleWatchBlog hat Google einige Änderungen an der Bildersuche angekündigt. Diese hat sich ja lange nicht mehr verändert, war also für eine Überarbeitung fällig. Der neue Algorithmus nennt sich sinniger weise VisualRank, einen längeren Artikel dazu gibt es bei Markus Kindler (VisualRank erklärt). Interessant ist aber auch der Versuch, Werbung in die Bilderseuche zu bringen. Bisher war diese Werbefrei, was zumindest in Deutschland die rechtlich unsichere Situation der Bildersuche etwas entschärfte. Immerhin ist es ein nicht kommerzialisierter Dienst, was bei Urheberrechtsklagen zumindest die Unterstellung einer kommerziellen Bereicherung erschwert. Immerhin kann schon die nicht genehmigt Darstellung eines Thumbnails als Eingriff in das Urheberrecht gewertet werden. Ich bin mal gespannt, ob Google auch in Deutschland AdSense in der Bildersuche einbinden wird und wie sich dieses auf die Anzahl der Klagen gegen Google auswirkt.

Google Strafen

Google Strafen oder besser neudeutsch Penaltys sind heiß diskutiert. Und oft wird man angerufen und gefragt, ob man sich ein Penalty eingefangen hat. Meist sind aber Schwankungen nur temporär, vor allem bei größeren Verschiebungen. Und leider ist Google an sich auch recht volatile geworden, vor allem bei aktuellen Themen. Da ist man schnell mal für eins bis zwei Wochen weg und das ganze Haus in Panik. Gut also, dass sich Sistrix des Themas mal mit einer Serie angenommen hat. Im ersten Teil werden die unterschiedlichen Strafen erläutert, im zweiten die Erkennung selbiger aufgezeigt und im dritten Teil Gegenmaßnahmen diskutiert. Alles in Allem eine sehr hilfreiche Serien die mir meine Arbeit wesentlich erleichtert. Die drei Artikel sind mittlerweile schon Teil meiner Standardantwortmail zum Thema geworden:

Google Penalty I – Arten von Penalty’s

Google Penalty II – Erkennung von Penalty’s

Google Penalty III – Beseitigung von Penalty’s

Das mobile Internet als Wachstumsmotor?

Zumindest Eric Schmidt sieht lt. FAZ-Interview hier sehr großes Potential (Und mir fällt hier gleich mal auf, dass die URLs von der FAZ so richtig übel sind – und die Keywords richtig lustig – sagt, gibt, tun – gut dass sich dafür keiner mehr interessiert ;-)).

Ich stand dem Thema vor meinem IPhone sehr kritisch gegenüber. Macht doch Internet mit Knuppelhandys so wirklich keinen Spaß. Mit dem IPhone wird das Thema aber langsam interessant, das das mobile Internet so wirklich mal Spaß macht. Aber auch hier sind die aktuellen Werbeformen noch wenig geeignet um erfolgreich zu funktionieren und lokale Services sind auch eher schlecht als recht. Aber der Markt kommt langsam in Bewegung und wenn die Tarife sich diesbezüglich anpassen könnte Herr Schmidt auch recht haben.

Absprungrate unterschätzt?

Ja ich glaube schon. OK, wir sind den ganzen Tag damit beschäftigt neue Kunden zu gewinnen. Dennoch sollte man sich immer wieder mal mit der Absprungrate beschäftigen. Wenn ich aus meinem Traffic 10% mehr Umsatz rausholen kann, benötige ich keine 10% mehr Nutzer. Oder aber ich kann mir diese erst leisten (z.B. über AdSense) weil ich jetzt auch 10% mehr bieten kann. IMHO ein wirklich unterschätztes Thema. Die Seokratie hat sich deswegen mit einem Post damit beschäftigt, wie man die Absprungrate verringern kann. Und schlecht für das Ranking dürfte eine geringere Absprungrate auch nicht sein. Immerhin kann Google über die Toolbar schon sehen, welche Seiten eine hohe Absprungrate aufweisen. Und wenn diese überdurchschnittlich hoch ist, wird sich sicher auch Google damit beschäftigen. Ich habe dazu zwar keinen Test gemacht, aber eine niedrigere Absprungrate ist an sich schon so wichtig, dass ich für meine eigene Motivation keinen Test benötige. In diesem Sinn, verringert Eure Absprungrate, der Artikel von der Seokratie kann hier erste Anhaltspunkte liefern.

Google öffne Dich

Nun ja, zumindest versucht man es. Hat man doch gemerkt, dass kaum jemand etwas von der Funktionsweise von Google weis. Und man hat auch gleich eingesehen, dass es an Google selbst liegt. Danach folgt eine Beschreibung der aktuellen Aufgaben und Tätigkeiten. Ich denke, wesentlich mehr wird uns Google auch zukünftig nicht verraten, haben wir aber auch nicht wirklich erwartet. Dennoch schön, dass die Menschen hinter den Themen einen Namen bekommen. Hier gibt es den Artikel im Original () und hier die Übersetzung.

PageRank Sculpting eine Penalty-Risiko?

Nachdem ich hier und hier bereits die Verbreitung von PageRank Scultping in Deutschland betrachtet habe, und auf Radio4SEO sogar eine ganze Sendung dem Thema gewidmet wurde, hat sich der Blog SearchEngineMarketing mit dem Risiko dieser Methode beschäftigt. Gefragt wurden hier 10 SEOs nach Ihrer Einschätzung zum Thema PageRank Sculpting. Vor allem hinsichtlich der Möglichkeit, dass man Google durch den Einsatz von Link-Nofollow zeigt, dass man sich mit SEO beschäftigt. Tendenziell wird die Methode als risikofrei eingestuft, wobei es auch einige Ausnahmen gibt.

Für mich ist das Thema PageRank Sculpting auch mehr als nur der bewusste Einsatz von Link-Nofollow. IMHO gehören hier auch der Einsatz von noindex, Javascript-Links und robot.txt hinzu. Generell ist es ein wichtiger Teil des internen Linkbuildings, also der bewussten internen Verlinkung. Wenn ich Google in den Warenkorb sende, dem Bot eine Session-ID verpassen und meinen Shop noch mal indexieren lasse erzeuge ich bei mir und bei Google Last, verfälsche unter Umständen meine Statistik und erzeuge ungewollt Duplicate Content. Wenn ich aus unerfindlichen Gründen Bilder in Pop-Ups öffne muss diese Pop-Up nicht im Google-Index landen. Schlimmstenfalls findet der Nutzer die Seite über Google und landet in einem Pop-Up welches keinen Kontext mehr hat. Für die Markenwahrnehmung (ein Pop-Up welches sich als normale HTML-Seite öffnet sieht meistens nach einer defekten Seite aus) und bringt mir keinen Mehrwert (der Nutzer kann aus dem dämlichen Pop-Up ja nicht zu meinem Angebot und will dieses meist auch nicht). Alles in Allem ist das Thema für große Websites extrem wichtig und Wirkungsvoll, haben diese doch oft eine Menge an Trust zu verteilen. Und auch für Google ist es sehr sinnvoll, wenn Inhalte die ohne Kontext kaum einen Mehrwert haben bereits von Anbieter so behandelt werden. Und wer dem Link-Nofollow kritisch gegenübersteht hat genug alternativen um dennoch aktiv die Vererbung von PageRank und Trust zu steuern. Warum sollte also gerade das von Google eingeführte Link-Nofollow negativ gewertet werden.

Herzlichen Glückwunsch

An das deutsche Webmasterforum von Google zum ersten Geburtstag. Hoffentlich folgen noch viele weitere ;-)

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Für Google zählt nur der erste Linktext

24. März 2008 | 11 Kommentare | Kategorie Google, Inhouse-SEO, SEO

Rand hat die Ergebnisse eines wirklich interessanten Google-Experiments veröffentlicht. Hierbei ging es darum, welche(r) Linktext von Google ausgewertet wird, wenn von einer Seite A zwei oder mehr Links mit unterschiedlichen Texten auf eine Seite B zeigen:

Results of Google Experimentation – Only the First Anchor Text Counts

Die Resultate sind wirklich sehr interessant. Google wertet nur den ersten Link(text), alle weiteren Links die auf die selbe Seite zeigen werden ignoriert. Daraus folgt, dass

  1. man einer Seite nicht mehr Linkliebe schenken kann, indem man sie mehrfach von einer Seite anlinkt (eigentlich auch klar, wird aber immer mal wieder bei Abakus gefragt…)
  2. wer seine Navigation aus Images aufbaut und alternativ beschreibende Links aus dem Content setzt, kann sich die Arbeit sparen und sollte besser mit sinnvollen alt-Texten arbeiten (oder das Menü im Quelltext an das Seitenende verlagern)
  3. wer mit kurzen Begriffen in der Hauptnavigation arbeitet, kann sich ebenfalls eine ausführliche verlinkte Beschreibung im Content sparen. Eine explizit deskriptive Navigation ist hier notwendig.
  4. Shop- und Newsseiten sollten Ihre Rubrikenseiten prüfen. Wer Teaser im Quelltext mit verlinkten Bildern beginnt, vererbt unter Umständen keine relevanten Begriffe auf die Artikel- oder Produktseiten.
  5. ich jetzt immer prüfen werde, welcher Linktext im Quelltext zuerst vorkommt.

Für große und komplexe Websites wird das Thema PageRank sculpting komplexer. Besser gesagt, es war schon immer komplexer, man wusste es bloß noch nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass in den Kommentaren zum Artikel die Vermutung geäußert wird, dass Google erst alle doppelten Linkziele einer Seite entfernt und danach auf Link-Nofollow prüft. Wer also aufgrund inhaltsleerer Linktexte einen Link entwertet, entwertet unter Umständen alle weitern Links auf diese Zielseite. Diese Theorie ist allerdings nicht verifiziert. Dennoch sollte man vorsichtig mit dem Thema Linknofollow umgehen.

Zukünftig sollte man also immer prüfen, ob der im Quelltext erste Linktext, der auf eine Zielseite zeigt, auch wirklich deskriptiv ist. Zumindest wenn es um das Ranking in Google geht.

Bleibt noch die Anmerkung, dass Google dieses Verhalten natürlich auch jederzeit ändern kann. Demzufolge bleibe ich dabei, dass ich versuchen werde möglichst alle Linktexte deskriptiv zu halten. Zumindest der Nutzer wird es mir danken, und der ist mir am Ende vom Tag dann doch näher als Google.

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Sculpting Your PageRank II – Der Einsatz von nofollow-Links bei Shopping- und Preisvergleichsseiten

1. Januar 2008 | 5 Kommentare | Kategorie Inhouse-SEO

Eine Einführung in das Thema erspare ich mir, die findet Ihr unter Sculpting Your PageRank I. In diesem zweiten und abschließenden Teil der Serie gehe ich auf die Ergebnisse der Shopping- und Preisvergleichsseiten ein.

Beginnen wir mit den Shopping-Portalen:

Website Interne Links davon noFollow Externe Links davon noFollow Summe Links Summe noFollow
aldi

4

0

24

0

28

0

amazon

188

0

0

0

188

0

ebay

1

0

175

0

176

0

ikea

64

0

1

0

65

0

media markt

29

0

4

0

33

0

mobile

16

0

41

3

57

3

otto

595

0

2

0

597

0

quelle

297

0

0

0

297

0

saturn

1

0

0

0

1

0

scout24

6

0

24

0

30

0

tchibo

68

0

1

0

69

0

weltbild

80

0

3

0

83

0

Durchschnitt

112

0

23

0

135

0

Überraschenderweise scheinen Shoppingportale ebenfalls kein Interesse an der Optimierung der internen PageRank-Vererbung zu haben. Sicher wird jetzt der Eine oder Andere sagen, dass einige der Anbieter ihr Geld im stationären Handel verdienen. Aber warum ist man dann überhaupt im Internet?

Dass allerdings auch die deutschen Ableger der amerikanischen Websites kein nofollow einsetzen, finde ich schon überraschend. Vor allem, da eBay sich ja wirklich für keinen noch so dämlichen Rubrikenbeschreibungstext zu schade ist. Immerhin rankt Amazon zu Mein Konto auf Eins, eine Position die bestimmt manche Bank gerne hätte.

Am Verhältnis interner zu externer Links wird aber auch deutlich, dass Amazon auf eine ordentliche Verzeichnisstruktur wert legt, wohingegen eBay sein Glück mit Subdomains versucht.

Einzig mobile setzt dezent Nofollow-Links ein. Nun ja, schon mal ein Anfang. Einige der Shoppingportale haben aber wirklich ganz andere Probleme als fehlende Nofollow-Links. Vor allem Otto versucht wohl mit knapp 600 ausgehenden Links jede FFA-Site blass aussehen zu lassen ;-) Auch sind bei den wenigsten deutschen Anbietern sinnvolle URL-Strukturen zu erkennen, ein wirklich stark verbreitetes Problem.

Saturn ist dafür sehr sparsam mit Links und schafft es unter www.saturn.de nur einen einzigen Link auf der Seite unterzubringen – allerdings sieht man die Seite auch nur, wenn man sie ohne Cookie von Saturn aufruft. Lustigerweise ist gerade dieser eine Link ein Kandidat für ein rel=nofollow-Attribut. Der Link zeigt nämlich auf die Datenschutzerklärung. Leider rankt die Seiten dennoch nicht zu Datenschutz, da man sich den Titel für die Seite kurzerhand gespart hat…

Tchibo schafft es übrigens zu Filiale suchen auf den ersten Platz bei Google.

Offensichtlich scheinen vor allem die deutschen Shoppingportale kaum Wert auf ein gutes Ranking zu legen. Zu viel ist hier einfach suboptimal, das Fehlen der nofollow-Links ist hier eher das kleinste Problem. Einzig bei eBay und Amazon verwundert es doch, da hier offensichtlich viel Wert auf ein gutes Ranking gelegt wird.

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Sculpting Your PageRank I – Der Einsatz von nofollow-Links auf großen deutschen Portalen und Newssites

31. Dezember 2007 | 12 Kommentare | Kategorie Inhouse-SEO

Die korrekte Überschrift müsste ja eher wie folgt lauten: “Der Nichteinsatz von nofollow-Links auf großen deutschen Websites“.

Aber bevor ich das Ergebnis vorwegnehme, eine kleine Einführung in das Thema. Als Anregung diente mir der Artikel Sculpting Your PageRank For Maximum SEO Impact von Stephan Spencer auf Search Engine Land. Hierbei geht es grob darum, wie eine optimale Vererbung des PageRanks auf großen Websites sichergestellt werden kann.

Hierzu gibt es viele Möglichkeiten, die ich alle unter dem Thema “Informationsarchitektur” sehe. Themen wie Breadcrumbs, Navigationsstrukturen, horizontale Verlinkungen etc. sind hier zu betrachten um das Relevanzparadoxon einer großen Website möglichst gut aufzubrechen. Meist wird nämlich die Startseite einer Website angelinkt, sie besitzt also den höchsten PageRank bzw. Linkpower. Die wichtigen – weil spezifischen – Informationseinheiten (Artikel, Produktbeschreibungen etc.) liegen aber in der Tiefe der Webangebote vergraben und werden nur selten von extern angelinkt. Eine optimale Vererbung der Linkpower von der Startseite ist hier also eine zentrale Aufgabe für einen Inhouse-SEO einer großen Website.

Eine Sonderrolle kommt hier dem Thema der nofollow-Links zu. Diese gehören nicht in den Bereich der Informationsarchitektur im klassischen Sinn, da es sich hier um ein reines SEO-Thema handelt. Hierbei geht es schlicht darum, dass die Linkpower nicht auf unwichtige Seiten gelenkt werden soll. Links die man für Google “entwertet“, reduzieren somit für Google die Gesamtanzahl an Links auf einer Seite. Und damit erhalten die wichtigen Links ein höheres Gewicht. Eine gute Erklärung hierzu findet man auch bei Sistrix.

Es gibt einige Linkziele, die jeder Websiteanbieter anlinken sollte, die aber nicht wirklich entscheidend für den Geschäftserfolg sind. Beispiele sind hier Links auf das Impressum, die Erklärung zum Daten- und/oder Jugendschutz, zur Anmeldung oder zum Warenkorb. Eine Entwertung dieser Links kann meist global im Template vorgenommen werden, was den realen Zeit- und Kostenaufwand gering hält.

Ich habe mir deswegen die Startseiten von populären deutschen Websites (bzw. deutsche Versionen amerikanischer Anbieter) angesehen und geprüft, wie verbreitet der Einsatz von nofollow-Links in der Praxis bereits ist. Um meinen Aufwand gering zu halten, habe ich hierzu das Tool seoquake genutzt. SEOQuake listet alle Links einer Website getrennt nach internen und externen Links auf und gibt hierzu auch an, wie viele davon mit dem Attribut rel=nofollow für Google entwertet wurden. Hierbei wird ein Link der auf seine Subdomain zeigt ebenfalls als extern gewertet.

Ich habe bei meiner Analyse zwischen Portalen (beinhaltet Portale und große Newssites), Shoppingportalen und Preisvergleichsseiten unterschieden. Nachfolgend die tabellarische Aufstellung der Ergebnisse für die Portale:

Website

Interne

Links

davon

noFollow

Externe

Links

davon

noFollow

Summe

Links

Summe

noFollow

aol

32

 

60

 

92

0

ard

70

 

13

 

83

0

bild

178

 

8

 

186

0

freenet

56

 

66

 

122

0

gmx

2

 

147

 

149

0

lycos

135

 

35

 

170

0

meine stadt

126

35

31

21

157

56

msn

1

 

160

 

161

0

rtl

56

 

34

 

90

0

spiegel

258

 

122

 

380

0

web.de

3

 

160

 

163

0

yahoo

142

 

14

 

156

0

zdf

83

 

11

 

94

0

Durchschnitt

88

3

66

2

154

4

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