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Suche nach Städten impliziert Fußballinteresse?

19. Januar 2009 | 5 Kommentare | Kategorie Google


Zumindest in den Augen von Google scheint es so zu sein. Zumindest wenn man diese extrem prominente Auflistung von anstehenden Spielen und die Verlinkung zur UEFA sieht:

Beispiel München:

muenchen

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Suchmaschinen & SEO – Dezember 2008

3. Januar 2009 | 5 Kommentare | Kategorie SEO

Sorry, wieder mal leicht verspätet. Leider war ich die letzten Tage krankheitsbedingt inaktiv, was mich immerhin vor zu wilden Sylvesterpartys gerettet hat.

Aber jetzt bin ich fast wieder fit und deswegen kommt jetzt auch mein gewohnt subjektiver Monatsrückblick für den Dezember 2008. Und trotz Feiertage war doch einiges los:
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Suchmaschinen, SEM & SEO – Mai 2008

1. Juni 2008 | Keine Kommentare | Kategorie SEO

Yahoo! Microsoft und das Internet

Da war doch mal eine Firma, die hatte Betriebssysteme auf allen PC und somit nahezu die IT-Weltherrschaft errungen hatte. Aber dann kam das Internet und die PCs wurden vernetzt. Die Technik begann in den Hintergrund zu treten und die Inhalte wurden wichtiger. Und da kam eine zweite Firma und versuchte diese Inhalte zu sortieren und somit zugänglich zu machen. Leider wuchsen diese Inhalte aber schneller als der Katalog. Und so gab es eine dritte Firma die erkannt hat, dass man eben diese Inhalte nur automatisiert erschließen und zugänglich machen kann. Und während die erste Firme immer noch nicht an das Internet glaubte, die zweite Firma Portale baute eroberte die Dritte das Netz und das Herz der Internetnutzer.

Damit könnte die Geschichte am Ende sein, wir sind aber in keiner Geschichte und somit gibt es auch kein Ende. Microsoft hat gemerkt, dass es das Internet wirklich gibt und versucht es zu erschließen, Yahoo! Hat gemerkt, dass man manchmal auch an das geldverdienen denken sollte und versucht hier besser zu werden. Beide zusammen sind an sich nicht schlecht, aber leider auch nicht gut genug. Anstatt aber an sich zu arbeiten um kompetitiv zu wer den, bescheren sie und ein Lustspiel sondergleichen. Und im Mai 2008 sieht es wie folgt aus:

Yahoo! Aktien verliert massiv an Wert nachdem das Übernahmeangebot ausgeschlagen wird. Startkurs am 05.05.2008 23,02 USD, immerhin über den rund 19 USD vor dem Übernahmedebakel (siehe Internetmarkeitng-News).

Yahoo! Von den Shareholdern jetzt scharf beobachtet beginnt mit diversen Meldungen Aktivität zu zeigen. So wurde der Suchindex auf Hadoop umgestellt, was für Yahoo! Sicher wichtig, für Nutzer aber ohne jeden sichtbaren Effekt ist. Dann wurden mit glue Page eine neue Version von Blenden Search gestartet, die jetzt auch Yahoo! -externe Quellen berücksichtigt, bei Madonna z.B. LastFM und bei Obama Wikipedia und YouTube. Und dann gab es natürlich den Start von SearchMonkey. Yahoo! öffnet somit die eigene Plattform für Entwickler und Seitenbetreiber (siehe auch OpenSearch bei Yahoo!) und will vermehrt auf Mikroformate (http://de.wikipedia.org/wiki/Mikroformat) setzen. Viel Aktivität. Aber an Aktivitäten hat es bei Yahoo! bisher kaum gemangelt, vielmehr an einer nachvollziehbaren und vor allem wertsteigernden Strategie. Mehr dazu bei Sistrix.

Am 19.05.2008 meldet dann JoJo, dass es doch wieder Gespräche zwischen Microsoft und Yahoo! gibt. Ziel diesmal eine Beteiligung, nicht eine Übernahme…

Und dann kommt der mit Abstand größte Schwachsinn aus dem Mund eines Milliardärs, was zeigt, das Geld einen nicht automatisch zu einem Experten auf allen Gebieten macht. Zumindest aber hat sich Carl Icahn mit der Idee den Google-Index Leerzukaufen echt selbst disqualifiziert. Seine Idee die TOP-5 Webseiten zu den TOP-25.000 Suchanfragen einfach zu kaufen und den Googlebot dann auszusperren ist aber wirklich nur absurd. Zum einem sind in den TOP-25.000 sehr viele navigationsorientierte Suchanfragen. Sprich die Nutzer werden nach AOL, Amazon, dell etc. suchen, und diese Firmen lassen sich nicht einfach Ihre Webseiten abkaufen. Zum anderen sind bei informationsorientierten Suchanfragen die Quellen nicht so wichtig wie die Information selbst. Wenn ich eine dpa-Meldung habe, habe ich alle und wenn die Wikipedia im Google-Index bleibt habe ich den Rest ;-). Du zu guter letzt werden die 25.000 Top-Suchanfragen kaum 10% des Suchtraffics ausmachen. Also Herr Icahn, wenn Du Dein Geld schon loswerden willst, überweise es mir doch einfach so. Hat genauso viel Effekt aber macht mich glücklicher ;-) Mehr dazu bei Sistrix und dem SOS-SEO-Blog.

Nun sitzt dieser Nicht-Suchexperte Herr Icahn aber leider im Yahoo! Aufsichtsrat (was vielleicht einige der Yahoo! Probleme erklärt…) und will jetzt den Verwaltungsrat bei Yahoo! übernehmen um eine Übernahme durch Microsoft zu ermöglichen. Diese führt dazu, dass Yahoo! erst mal die Hauptversammlung verschiebt. Um mal im Ernst, nachdem sich Herr Icahn als echter Internetexperte erwiesen hat, würde ich als Microsoft Yahoo! erst mal unter seiner „Führung“ lassen und in 6 Monaten für sehr wenig Geld übernehmen. Mit etwas Glück bekommt Microsoft dann gleich noch ein 25.000er Domainpaket als kostenlose Dreingabe. Zumindest besteht Yang auf seinen Chefposten, was ich bei der aktuellen Konkurrenzlage nur zu gut verstehen kann.

Wenn man aber mal den Humor außen vor lässt bleibt folgendes festzustellen. Microsoft und Yahoo! passen auf dem Papier gut zusammen, ob die Firmenkulturen aber gut harmonieren ist fraglich. Mit persönlich ist Yahoo! sehr sympathisch, auch wenn ich nur einige Dienste nutze. Zumindest hat Yahoo! das Internet mitgestaltet und hat IMHO ein wesentlich besseres Verständnis vom Netz als Microsoft. Beide aber zeigen derzeit ein mehr als kindliches Verhalten, was einzig Google in die Hände spielt. Anstatt selbst zu versuchen bessere Angebote (vielleicht auch zusammen) zu erstellen werden Ressourcen in sinnloser Art und Weise vergeudet. Wer den Shareholder in das Zentrum setzt verliert den User. Und wenn Shareholder leider nur ein 3-Monatsgedächtnis haben ist es die Aufgabe der Unternehmen dieses zu erweitern. Und wer in 10 Jahren noch Gelt verdienen will muss halt den User gewinnen und nicht versuchen die Shareholder über ihn zu stellen. Ist sicherlich nicht einfach hier die Interessen auszugleichen, aber die Herren CEOs bekommen dafür auch genug Gehalt. Also, werdet erwachsen, denkt an die Nutzer und steigert dann Eure Einnahmen. Oder unterhaltet uns weiter, Laientheater aus dem Silicon Valley ist auch recht unterhaltsam.

Und was mach Microsoft eigentlich derzeit? Da wird versucht, den Nutzer zu kaufen. Oder besser gesagt, den Käufer der über eine Microsoft-Anzeige einen kauft tätig einen Rabatt einzuräumen. Bei einem US-Marktanteil von unter 10% wohl der letzte Rettungsanker.

Powerset veröffentlicht Showcase

Powerset, die semantische Suchmaschine, hat einen ersten Showcase gestartet. Dieser bezieht sich aber ausschließlich auf die Daten von Wikipedia und Freebase. Insgesamt sieht die Sache auch recht schön aus, dass war es aber dann auch. Die Wikipediadaten sind aufgrund der internen Struktur recht einfach zu erschließen und zu verknüpfen und auch Freebase ist wesentlich strukturierter als die gemeine Website von Horst Müller. Somit zeigt Powerset nur, was man aus halbwegs strukturierten Daten machen kann. Schön, und? Weder Skalierung, nach Spambehandlung können so bewiesen werden, was zwei entscheidende Aufgaben einer Websuche einfach mal außen vor lässt. Was bleibt? Wikipedia könnte die interne Suche vielleicht an Powerset abgeben, aber für GYM gibt es keinen neuen Konkurrenten. Mehr dazu bei InternetMarketing-News.

Google Bildersuche mit neuen Algorithmen und Werbung

Lt. GoogleWatchBlog hat Google einige Änderungen an der Bildersuche angekündigt. Diese hat sich ja lange nicht mehr verändert, war also für eine Überarbeitung fällig. Der neue Algorithmus nennt sich sinniger weise VisualRank, einen längeren Artikel dazu gibt es bei Markus Kindler (VisualRank erklärt). Interessant ist aber auch der Versuch, Werbung in die Bilderseuche zu bringen. Bisher war diese Werbefrei, was zumindest in Deutschland die rechtlich unsichere Situation der Bildersuche etwas entschärfte. Immerhin ist es ein nicht kommerzialisierter Dienst, was bei Urheberrechtsklagen zumindest die Unterstellung einer kommerziellen Bereicherung erschwert. Immerhin kann schon die nicht genehmigt Darstellung eines Thumbnails als Eingriff in das Urheberrecht gewertet werden. Ich bin mal gespannt, ob Google auch in Deutschland AdSense in der Bildersuche einbinden wird und wie sich dieses auf die Anzahl der Klagen gegen Google auswirkt.

Google Strafen

Google Strafen oder besser neudeutsch Penaltys sind heiß diskutiert. Und oft wird man angerufen und gefragt, ob man sich ein Penalty eingefangen hat. Meist sind aber Schwankungen nur temporär, vor allem bei größeren Verschiebungen. Und leider ist Google an sich auch recht volatile geworden, vor allem bei aktuellen Themen. Da ist man schnell mal für eins bis zwei Wochen weg und das ganze Haus in Panik. Gut also, dass sich Sistrix des Themas mal mit einer Serie angenommen hat. Im ersten Teil werden die unterschiedlichen Strafen erläutert, im zweiten die Erkennung selbiger aufgezeigt und im dritten Teil Gegenmaßnahmen diskutiert. Alles in Allem eine sehr hilfreiche Serien die mir meine Arbeit wesentlich erleichtert. Die drei Artikel sind mittlerweile schon Teil meiner Standardantwortmail zum Thema geworden:

Google Penalty I – Arten von Penalty’s

Google Penalty II – Erkennung von Penalty’s

Google Penalty III – Beseitigung von Penalty’s

Das mobile Internet als Wachstumsmotor?

Zumindest Eric Schmidt sieht lt. FAZ-Interview hier sehr großes Potential (Und mir fällt hier gleich mal auf, dass die URLs von der FAZ so richtig übel sind – und die Keywords richtig lustig – sagt, gibt, tun – gut dass sich dafür keiner mehr interessiert ;-)).

Ich stand dem Thema vor meinem IPhone sehr kritisch gegenüber. Macht doch Internet mit Knuppelhandys so wirklich keinen Spaß. Mit dem IPhone wird das Thema aber langsam interessant, das das mobile Internet so wirklich mal Spaß macht. Aber auch hier sind die aktuellen Werbeformen noch wenig geeignet um erfolgreich zu funktionieren und lokale Services sind auch eher schlecht als recht. Aber der Markt kommt langsam in Bewegung und wenn die Tarife sich diesbezüglich anpassen könnte Herr Schmidt auch recht haben.

Absprungrate unterschätzt?

Ja ich glaube schon. OK, wir sind den ganzen Tag damit beschäftigt neue Kunden zu gewinnen. Dennoch sollte man sich immer wieder mal mit der Absprungrate beschäftigen. Wenn ich aus meinem Traffic 10% mehr Umsatz rausholen kann, benötige ich keine 10% mehr Nutzer. Oder aber ich kann mir diese erst leisten (z.B. über AdSense) weil ich jetzt auch 10% mehr bieten kann. IMHO ein wirklich unterschätztes Thema. Die Seokratie hat sich deswegen mit einem Post damit beschäftigt, wie man die Absprungrate verringern kann. Und schlecht für das Ranking dürfte eine geringere Absprungrate auch nicht sein. Immerhin kann Google über die Toolbar schon sehen, welche Seiten eine hohe Absprungrate aufweisen. Und wenn diese überdurchschnittlich hoch ist, wird sich sicher auch Google damit beschäftigen. Ich habe dazu zwar keinen Test gemacht, aber eine niedrigere Absprungrate ist an sich schon so wichtig, dass ich für meine eigene Motivation keinen Test benötige. In diesem Sinn, verringert Eure Absprungrate, der Artikel von der Seokratie kann hier erste Anhaltspunkte liefern.

Google öffne Dich

Nun ja, zumindest versucht man es. Hat man doch gemerkt, dass kaum jemand etwas von der Funktionsweise von Google weis. Und man hat auch gleich eingesehen, dass es an Google selbst liegt. Danach folgt eine Beschreibung der aktuellen Aufgaben und Tätigkeiten. Ich denke, wesentlich mehr wird uns Google auch zukünftig nicht verraten, haben wir aber auch nicht wirklich erwartet. Dennoch schön, dass die Menschen hinter den Themen einen Namen bekommen. Hier gibt es den Artikel im Original () und hier die Übersetzung.

PageRank Sculpting eine Penalty-Risiko?

Nachdem ich hier und hier bereits die Verbreitung von PageRank Scultping in Deutschland betrachtet habe, und auf Radio4SEO sogar eine ganze Sendung dem Thema gewidmet wurde, hat sich der Blog SearchEngineMarketing mit dem Risiko dieser Methode beschäftigt. Gefragt wurden hier 10 SEOs nach Ihrer Einschätzung zum Thema PageRank Sculpting. Vor allem hinsichtlich der Möglichkeit, dass man Google durch den Einsatz von Link-Nofollow zeigt, dass man sich mit SEO beschäftigt. Tendenziell wird die Methode als risikofrei eingestuft, wobei es auch einige Ausnahmen gibt.

Für mich ist das Thema PageRank Sculpting auch mehr als nur der bewusste Einsatz von Link-Nofollow. IMHO gehören hier auch der Einsatz von noindex, Javascript-Links und robot.txt hinzu. Generell ist es ein wichtiger Teil des internen Linkbuildings, also der bewussten internen Verlinkung. Wenn ich Google in den Warenkorb sende, dem Bot eine Session-ID verpassen und meinen Shop noch mal indexieren lasse erzeuge ich bei mir und bei Google Last, verfälsche unter Umständen meine Statistik und erzeuge ungewollt Duplicate Content. Wenn ich aus unerfindlichen Gründen Bilder in Pop-Ups öffne muss diese Pop-Up nicht im Google-Index landen. Schlimmstenfalls findet der Nutzer die Seite über Google und landet in einem Pop-Up welches keinen Kontext mehr hat. Für die Markenwahrnehmung (ein Pop-Up welches sich als normale HTML-Seite öffnet sieht meistens nach einer defekten Seite aus) und bringt mir keinen Mehrwert (der Nutzer kann aus dem dämlichen Pop-Up ja nicht zu meinem Angebot und will dieses meist auch nicht). Alles in Allem ist das Thema für große Websites extrem wichtig und Wirkungsvoll, haben diese doch oft eine Menge an Trust zu verteilen. Und auch für Google ist es sehr sinnvoll, wenn Inhalte die ohne Kontext kaum einen Mehrwert haben bereits von Anbieter so behandelt werden. Und wer dem Link-Nofollow kritisch gegenübersteht hat genug alternativen um dennoch aktiv die Vererbung von PageRank und Trust zu steuern. Warum sollte also gerade das von Google eingeführte Link-Nofollow negativ gewertet werden.

Herzlichen Glückwunsch

An das deutsche Webmasterforum von Google zum ersten Geburtstag. Hoffentlich folgen noch viele weitere ;-)

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Sitelinks und Anfragemotivationen

12. März 2008 | 6 Kommentare | Kategorie Google, Keywordanalyse, Suchmaschinen

Wie bei seo-radio zu lesen, gab es wieder ein Update der Sitelinks. Und der SEOnaut fragt sich, warum er PageRank verlieren kann und dennoch eine Authority wird.

Warum einige aber Denken, dass Sitelinks etwas mit einer Authority zu tun haben, ist mir wirklich schleierhaft. Das Konzept der Hubs und Authorities hat, wie der PageRank auch, das Ziel Seiten anhand ihrer Verlinkung zu bewerten.

Eine Suchmaschine arbeitet eine Anfrage grob in drei Schritten ab:

  1. Welche Dokumente passen zur Anfrage
  2. In welcher Reihenfolge (Ranking) werden diese angezeigt.
    • Hier kommen die Rankingalgorithmen zum tragen. Also PageRank, Authority/Hub, Trust, Gewichtung der Tags etc.
  3. Wie werden die Ergebnisse angezeigt (Trefferdarstellung).

Der dritte Punkt ist jetzt vielleicht für den einen oder anderen neu. Aber genau hier liegt das Thema der Sitelinks.

Generell unterscheidet man nach Andrei Broder drei Grundmotive bei der Suche:

  1. Informationsorientiert
  2. Navigationsorientiert
  3. Transaktionsorientiert

Eine SERP sollte nun für alle drei Motive geeignete Treffer beinhalten und diese passend darstellen. Und hier kommen die Sitelinks als Hilfsmittel für navigationsorientierte Suchanfragen ins Spiel. Ein Nutzer der navigationsorientiert sucht will zu einer Destination. Er nutzt also die Suche als Navigationsinstrument. Er will keine Information sondern er will auf eine bekannte Website.

Grob kann man also sagen, dass eine informationsorientierte Suchanfrage eine Suche nach einer Inofrmation unabhängig von der Quelle ist. Wohingegen die navigationsorientierte Suchanfrage eine bestimmte Quelle zum Ziel hat, unabhängig von der dort vorhandenen Information.

Für einen Suchmaschinenbetreiber stellt sich hier also die Frage, wie er solche navigationsorientierte Suchanfragen erkennen kann und wie diese zu beantworten sind. Offensichtlich hat eine navigationsorientierte Suchanfrage exakt einen gültigen Treffer, eine Liste mit zehn Treffern ist also wenig zielführend.

Google hat sich hier also dazu entschieden, dass bei wahrscheinlich navigationsorientierten Suchanfragen die mögliche Destination um Sitelinks angereichert wird. Idee ist hier, dass der Suchende zwar zu einer Destination will, dort aber nicht zwingend auf die Startseite. So kann der Nutzer beispielsweise direkt die Rubrik Sport oder Fußball aufrufen oder die Mailapplikation ansurfen (zumindest bei uns). Ist zwar etwas schade um die so entgagenen PIs für uns, dem Nuzer von Google wird es aber helfen.

Warum zeigt Google dann aber noch die anderen Ergebnisse. Nun, auch wenn ich vermute, dass 90% aller Suchanfragen zu “Spiegel” navigationsrientiert sind, suchen doch bestimmt manche wirklich einen Spiegel. Und für diese Nutzer sind die anderen neun Treffer da. Wie oben bereits erwähnt, sollte eine SERP alle drei Motivationen berücksichtigen.

Bleibt die Frage, warum es nicht zu jeder Suchanfrage Sitelinks gibt. Nun, viele Suchanfragen sind offensichtlich nicht navigationsorientiert. Und dann kann sich Google auch eine Lösung für diesen Usecase sparen.

Bleibt noch die Frage, wie Google die Sitelinks ermittelt. Hier habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie Sascha in seiner Sitelinks Bastelstunde.

Ich denke aber auch, dass Google hier noch vieles ausprobiert. Die Sitelinks sind oft recht beliebig und nur teilweise hilfreich. Umgedreht kann man aber auch sehen, bei welchen Suchanfragen Google von einem signifikantem Anteil an navigationsorientierten Suchanfragen ausgeht. Im Bereich der Keywordanalyse kann man dann nämlich davon ausgehen, dass viele dieser Suchanfragen auf eine Website abzielen, sie für Marketingzwecke also verloren sind. Wer will schon anahnd der Suchpopularitäten von “Spiegel” eine Nachfrage nach Spiegeln ableiten…

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Auswirkung navigationsorientierte Suchanfragen auf SERP-Klickstudien

2. März 2008 | 2 Kommentare | Kategorie Inhouse-SEO, Keywordanalyse

Manchmal habe ich den Eindruck, dass einige gerne immer wieder alte Geschichten ausgraben. So schreibt der SEOnaut über eine Studie von 2006, verweist aber nur auf einen anderen Blog der über die Studie schreibt. Hier also erst mal der Link zur Originalstudie:

http://www.cs.cornell.edu/People/tj/publications/granka_etal_04a.pdf

Die Studie kommt zu dem Ergebnisse, dass 56% der Suchenden den ersten Treffer klicken, und nur 13% den Zweiten etc. Die Schlussfolgerung ist wohl klar, Platz 1 bringt 4,3-mal so viel Besucher wie Platz 2.

Leider ist diese Annahme so falsch und man sollte sich die die Studie deswegen mal genauer durchlesen. Teilnehmer waren 36 Studenten, von denen aber nur 26 in die Wertung eingegangen sind. Somit kann man hier kaum von einer Grundgesamtheit sprechen und die Ergebnisse nicht verallgemeinern.

Jeder Student erhielt 10 Fragen, die er recherchieren sollte. Fünf Fragen waren Homepage-Searches. Ich vermute mal, dass diese verwandt sind mit den von Broder definierten navigationsorientierten Suchanfragen. Die anderen fünf waren informational searches, also klassische informationsorientierte Suchanfragen.

Jetzt liegt es in der Natur von navigationsorientierten Suchanfragen, dass meistens der erste Treffer auch der richtige Treffer ist. Und da der Anteil der navigationsorientierten Suchanfragen mit 50% schlicht übergewichtet ist, sollte man die Studie mit etwas Vorsicht interpretieren.

Bleibt als Kritik folgendes Festzuhalten:

  1. Homogene Testgruppe (nur Studenten)
  2. Testgruppe mit 26 Personen zu klein
  3. Navigationsorientierte Suchanfragen sind überbewertet

Gibt es eine bessere Studie? Ja, natürlich gibt es diese, und zwar bei Sistrix und ist auch aus dem Jahr 2006:

http://www.sistrix.com/news/494-aol-daten-eine-kurze-auswertung.html

Da Sistrix hier die AOL-Daten ausgewertet hat, ist die unfreiwillige Testgruppe wesentlich größer und kommt wohl in ihrer Zusammensetzung der Grundgesamtheit der US-Internetnutzer recht nahe. Auch die navigationsorientierten Suchanfragen sind hier nicht mehr Überrepräsentiert. Hier bringt der erste Platz aber immer noch 3,8-mal so viele Besucher wie der Zweite.

Aber auch hier spielen die navigationsorientierten Suchanfragen eine Rolle. Wie man an den meistgesuchten Keywords und den am häufigsten geklicktsn URLs sieht, korrelieren diese recht stark miteinander. TOP-Suchen sind idR meist navigationsorientiert. Wer zum Spiegel will, wird halt Spiegel eintippen. Und hier liegt das Problem, wenn man als SEO diese Zahlen interpretiert. Navigationsorientierte Suchanfragen haben genau ein gültiges Ergebnis und dieses rankt oft auf eins. Und selbst wenn ich es schaffen sollte vor spiegel-online zum Suchbegriff Spiegel zu ranken, werde ich keine Kunden gewinnen können. Ich kann vielleicht Besucher generieren, diese werden aber bouncen, da sie bei mir einfach falsch sind (ich hatte das Problem mal, da ich mit einer Seite über unserer örtlichen Tageszeitung zum Namen der Tageszeitung gerankt war. Bouncerate lag bei nahezu 100% zu dieser Suchanfrage).

Der zweite Unterschied von navigationsorientierten zu informationsorientierten Suchanfragen liegt darin, dass informationsorientierte Suchanfragen meist mehrere mögliche Ergebnisse haben. Und Informationssuchende klicken hier oft auch mehr als ein Ergebnis. Unsere SERP öffnet die geklickten Websites in einem neuen Fenster. Und so sehe ich, dass vor allem informationsorientierte Suchanfragen eine sehr hohe CTR aufweisen, oft über 2. Es werden also bei einer Informationsrecherche durchaus mehr als eine Website geklickt.

Abschließend noch der Hinweis auf die Verweildauer der Augen auf den einzelnen Ergebnissen. Diese war nämlich wesentlich höher als die Klicks vermuten lassen, sprich die Unterscheide vom ersten zum zweiten Treffer waren hier wesentlich geringer. So schließe ich mich der Meinung von Search-lab an, dass eine gute Trefferdarstellung (Titel und Snippet) ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Klickattraktivität darstellt. Und selbst wenn man nicht geklickt wird, kann man eine doch einen gewissen Effekt für das Branding unterstellen. Und gerade dieser ist für uns Inhouse-SEOs ja auch ein wichtiger Faktor für unsere Arbeit.

In diesem Sinn, seit vorsichtig mit Forecasts aufgrund von zu kurz wiedergegebenen Studien. Fragt Euch immer, mit welcher Motivation der Suchende Euer Keyword eingibt. Denn diese Motivation ist entscheidend dafür, wie viele Ergebnisse der Nutzer klickt und ob er lieber organische Ergebnisse klickt oder Anzeigen vorzieht. Denn auch hier sind die Unterschiede zwischen den Suchanfragetypen erheblich. Und allen den diese Unterscheidungen neu sind, hier der Aufsatz von Andrei Broder, 2003:

A taxonomy of web search

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