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Suchmaschinen & SEO – Dezember 2009

1. Januar 2010 | 9 Kommentare | Kategorie Inhouse-SEO

Mit dem Dezember ging ein spannendes Jahr zu Ende. Und was es für ein Ende war, kaum ein Monat hat so viele Einträge in meinem Newsreader erzeugt. Die aus meiner Sicht wichtigsten habe ich wieder zusammengefasst:

Google und Breadcrumbs

Das Google in den SERPs anstatt der URL teilweise den Breadcrumb anzeigt, hat uns ja bereits im November beschäftigt. Hier ein Beispiel von uns:

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Ich bin noch nicht wirklich hinter die Regeln dafür gestoßen. Deswegen hier noch mal ein Beispiel eines anderen Artikels aus der selben Kategorie (also mit dem gleichen Breadcrumb), diesmal aber ohne Breadcrumb:

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Uns fehlen aktuell etwas die Ressourcen dieses Phänomen genauer zu analysieren. Der SEO-Marketing-Blog hat sich aber doch etwas intensiver mit dieser Thematik beschäftigt. Seine Erkenntnisse gibt es hier: Google Breadcrumb Navigation im Detail. Eine Antwort auf unsere Beobachtung findet sich da aber leider auch nicht.

Und wenn wir schon bei Breadcrumbs sind sollte man die Gelegenheit nutzen um sich mit diesem oft vernachlässigtem Element etwas genauer beschäftigen. Dieses hat Ann Smarty netterweise auch schon im November erledigt: Everything about Breadcrumbs & SEO.

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Suchmaschinen & SEO – März 2009

4. April 2009 | 1 Kommentar | Kategorie Google, SEO, Suchmaschinen, Yahoo!

Die letzte Woche war ich recht viel Unterwegs, so dass ich meinen Rückblick leider etwas schieben musste. Aber jetzt verzichte ich auf die Sonne und schreibe meinen Monatsrückblick. Bin mal gespannt ob der der aktuellen Wetterlage auch jemand diesen liest.

Für mich steht der März im Zeichen der SEO-Campixx, die wirklich extrem gut war. Daneben verschwimmt der Rest vom Monat so etwas… More »

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Sitelinks und Anfragemotivationen

12. März 2008 | 6 Kommentare | Kategorie Google, Keywordanalyse, Suchmaschinen

Wie bei seo-radio zu lesen, gab es wieder ein Update der Sitelinks. Und der SEOnaut fragt sich, warum er PageRank verlieren kann und dennoch eine Authority wird.

Warum einige aber Denken, dass Sitelinks etwas mit einer Authority zu tun haben, ist mir wirklich schleierhaft. Das Konzept der Hubs und Authorities hat, wie der PageRank auch, das Ziel Seiten anhand ihrer Verlinkung zu bewerten.

Eine Suchmaschine arbeitet eine Anfrage grob in drei Schritten ab:

  1. Welche Dokumente passen zur Anfrage
  2. In welcher Reihenfolge (Ranking) werden diese angezeigt.
    • Hier kommen die Rankingalgorithmen zum tragen. Also PageRank, Authority/Hub, Trust, Gewichtung der Tags etc.
  3. Wie werden die Ergebnisse angezeigt (Trefferdarstellung).

Der dritte Punkt ist jetzt vielleicht für den einen oder anderen neu. Aber genau hier liegt das Thema der Sitelinks.

Generell unterscheidet man nach Andrei Broder drei Grundmotive bei der Suche:

  1. Informationsorientiert
  2. Navigationsorientiert
  3. Transaktionsorientiert

Eine SERP sollte nun für alle drei Motive geeignete Treffer beinhalten und diese passend darstellen. Und hier kommen die Sitelinks als Hilfsmittel für navigationsorientierte Suchanfragen ins Spiel. Ein Nutzer der navigationsorientiert sucht will zu einer Destination. Er nutzt also die Suche als Navigationsinstrument. Er will keine Information sondern er will auf eine bekannte Website.

Grob kann man also sagen, dass eine informationsorientierte Suchanfrage eine Suche nach einer Inofrmation unabhängig von der Quelle ist. Wohingegen die navigationsorientierte Suchanfrage eine bestimmte Quelle zum Ziel hat, unabhängig von der dort vorhandenen Information.

Für einen Suchmaschinenbetreiber stellt sich hier also die Frage, wie er solche navigationsorientierte Suchanfragen erkennen kann und wie diese zu beantworten sind. Offensichtlich hat eine navigationsorientierte Suchanfrage exakt einen gültigen Treffer, eine Liste mit zehn Treffern ist also wenig zielführend.

Google hat sich hier also dazu entschieden, dass bei wahrscheinlich navigationsorientierten Suchanfragen die mögliche Destination um Sitelinks angereichert wird. Idee ist hier, dass der Suchende zwar zu einer Destination will, dort aber nicht zwingend auf die Startseite. So kann der Nutzer beispielsweise direkt die Rubrik Sport oder Fußball aufrufen oder die Mailapplikation ansurfen (zumindest bei uns). Ist zwar etwas schade um die so entgagenen PIs für uns, dem Nuzer von Google wird es aber helfen.

Warum zeigt Google dann aber noch die anderen Ergebnisse. Nun, auch wenn ich vermute, dass 90% aller Suchanfragen zu “Spiegel” navigationsrientiert sind, suchen doch bestimmt manche wirklich einen Spiegel. Und für diese Nutzer sind die anderen neun Treffer da. Wie oben bereits erwähnt, sollte eine SERP alle drei Motivationen berücksichtigen.

Bleibt die Frage, warum es nicht zu jeder Suchanfrage Sitelinks gibt. Nun, viele Suchanfragen sind offensichtlich nicht navigationsorientiert. Und dann kann sich Google auch eine Lösung für diesen Usecase sparen.

Bleibt noch die Frage, wie Google die Sitelinks ermittelt. Hier habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie Sascha in seiner Sitelinks Bastelstunde.

Ich denke aber auch, dass Google hier noch vieles ausprobiert. Die Sitelinks sind oft recht beliebig und nur teilweise hilfreich. Umgedreht kann man aber auch sehen, bei welchen Suchanfragen Google von einem signifikantem Anteil an navigationsorientierten Suchanfragen ausgeht. Im Bereich der Keywordanalyse kann man dann nämlich davon ausgehen, dass viele dieser Suchanfragen auf eine Website abzielen, sie für Marketingzwecke also verloren sind. Wer will schon anahnd der Suchpopularitäten von “Spiegel” eine Nachfrage nach Spiegeln ableiten…

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Auswirkung navigationsorientierte Suchanfragen auf SERP-Klickstudien

2. März 2008 | 2 Kommentare | Kategorie Inhouse-SEO, Keywordanalyse

Manchmal habe ich den Eindruck, dass einige gerne immer wieder alte Geschichten ausgraben. So schreibt der SEOnaut über eine Studie von 2006, verweist aber nur auf einen anderen Blog der über die Studie schreibt. Hier also erst mal der Link zur Originalstudie:

http://www.cs.cornell.edu/People/tj/publications/granka_etal_04a.pdf

Die Studie kommt zu dem Ergebnisse, dass 56% der Suchenden den ersten Treffer klicken, und nur 13% den Zweiten etc. Die Schlussfolgerung ist wohl klar, Platz 1 bringt 4,3-mal so viel Besucher wie Platz 2.

Leider ist diese Annahme so falsch und man sollte sich die die Studie deswegen mal genauer durchlesen. Teilnehmer waren 36 Studenten, von denen aber nur 26 in die Wertung eingegangen sind. Somit kann man hier kaum von einer Grundgesamtheit sprechen und die Ergebnisse nicht verallgemeinern.

Jeder Student erhielt 10 Fragen, die er recherchieren sollte. Fünf Fragen waren Homepage-Searches. Ich vermute mal, dass diese verwandt sind mit den von Broder definierten navigationsorientierten Suchanfragen. Die anderen fünf waren informational searches, also klassische informationsorientierte Suchanfragen.

Jetzt liegt es in der Natur von navigationsorientierten Suchanfragen, dass meistens der erste Treffer auch der richtige Treffer ist. Und da der Anteil der navigationsorientierten Suchanfragen mit 50% schlicht übergewichtet ist, sollte man die Studie mit etwas Vorsicht interpretieren.

Bleibt als Kritik folgendes Festzuhalten:

  1. Homogene Testgruppe (nur Studenten)
  2. Testgruppe mit 26 Personen zu klein
  3. Navigationsorientierte Suchanfragen sind überbewertet

Gibt es eine bessere Studie? Ja, natürlich gibt es diese, und zwar bei Sistrix und ist auch aus dem Jahr 2006:

http://www.sistrix.com/news/494-aol-daten-eine-kurze-auswertung.html

Da Sistrix hier die AOL-Daten ausgewertet hat, ist die unfreiwillige Testgruppe wesentlich größer und kommt wohl in ihrer Zusammensetzung der Grundgesamtheit der US-Internetnutzer recht nahe. Auch die navigationsorientierten Suchanfragen sind hier nicht mehr Überrepräsentiert. Hier bringt der erste Platz aber immer noch 3,8-mal so viele Besucher wie der Zweite.

Aber auch hier spielen die navigationsorientierten Suchanfragen eine Rolle. Wie man an den meistgesuchten Keywords und den am häufigsten geklicktsn URLs sieht, korrelieren diese recht stark miteinander. TOP-Suchen sind idR meist navigationsorientiert. Wer zum Spiegel will, wird halt Spiegel eintippen. Und hier liegt das Problem, wenn man als SEO diese Zahlen interpretiert. Navigationsorientierte Suchanfragen haben genau ein gültiges Ergebnis und dieses rankt oft auf eins. Und selbst wenn ich es schaffen sollte vor spiegel-online zum Suchbegriff Spiegel zu ranken, werde ich keine Kunden gewinnen können. Ich kann vielleicht Besucher generieren, diese werden aber bouncen, da sie bei mir einfach falsch sind (ich hatte das Problem mal, da ich mit einer Seite über unserer örtlichen Tageszeitung zum Namen der Tageszeitung gerankt war. Bouncerate lag bei nahezu 100% zu dieser Suchanfrage).

Der zweite Unterschied von navigationsorientierten zu informationsorientierten Suchanfragen liegt darin, dass informationsorientierte Suchanfragen meist mehrere mögliche Ergebnisse haben. Und Informationssuchende klicken hier oft auch mehr als ein Ergebnis. Unsere SERP öffnet die geklickten Websites in einem neuen Fenster. Und so sehe ich, dass vor allem informationsorientierte Suchanfragen eine sehr hohe CTR aufweisen, oft über 2. Es werden also bei einer Informationsrecherche durchaus mehr als eine Website geklickt.

Abschließend noch der Hinweis auf die Verweildauer der Augen auf den einzelnen Ergebnissen. Diese war nämlich wesentlich höher als die Klicks vermuten lassen, sprich die Unterscheide vom ersten zum zweiten Treffer waren hier wesentlich geringer. So schließe ich mich der Meinung von Search-lab an, dass eine gute Trefferdarstellung (Titel und Snippet) ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Klickattraktivität darstellt. Und selbst wenn man nicht geklickt wird, kann man eine doch einen gewissen Effekt für das Branding unterstellen. Und gerade dieser ist für uns Inhouse-SEOs ja auch ein wichtiger Faktor für unsere Arbeit.

In diesem Sinn, seit vorsichtig mit Forecasts aufgrund von zu kurz wiedergegebenen Studien. Fragt Euch immer, mit welcher Motivation der Suchende Euer Keyword eingibt. Denn diese Motivation ist entscheidend dafür, wie viele Ergebnisse der Nutzer klickt und ob er lieber organische Ergebnisse klickt oder Anzeigen vorzieht. Denn auch hier sind die Unterschiede zwischen den Suchanfragetypen erheblich. Und allen den diese Unterscheidungen neu sind, hier der Aufsatz von Andrei Broder, 2003:

A taxonomy of web search

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