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Suchmaschinen & SEO – April 2009

3. Mai 2009 | 3 Kommentare | Kategorie SEO


Nach dem Feiertag und dem doch recht sonnigen Samstag kommt jetzt dann doch endlich mein monatlicher Rückblick auf die Entwicklungen bei Suchmaschinen und im SEO-Umfeld.

Für mich steht der April doch recht stark unter dem Eindruck der wirklich sehr guten SMX München, meine beiden ReCaps findet Ihr hier und hier. Eine Wiederholung spare ich mir an dieser Stelle. Einen schönen Artikel zur SMX habe ich aber noch gefunden: Google-Optimierung wird von Hexerei zu Handwerk

Dennoch hat sich natürlich einiges getan, die Welt steht ja nicht still:

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Handbuch Internet-Suchmaschinen jetzt online verfügbar

14. Februar 2009 | 3 Kommentare | Kategorie Google, Suchmaschinen, Yahoo!, ask, bing (msn live)


Wie sicherlich einige von Euch mitbekommen hatten, war ich letzten Sommer zu einem Vortrag an der HAW in Hamburg. Eingeladen wurde ich damals von Prof. Dirk Lewandowski, den schon seit einigen Jahren kenne und schätze. Kenne gelernt habe ich Dirk während meines  Studiums, zu dieser Zeit schrieb er gerade an seiner Doktorarbeit. Zu meinem Glück, hatte ich doch so einige schöne Quellen für meine eigene Diplomarbeit.

Für mich zumindest gehört Dirk zu einige wenigen deutschen Wissenschaftlern, die sich mit Suchmaschinen aus Sicht der Suchenden beschäftigen. Entgegen den Herrn vom DFKI, die Google bis heute noch nicht verstanden zu haben scheinen, beschäftigt sich Dirk intensiv mit der Qualität der Suchmaschinen (siehe hierzu auch mein Positng Soziale vs. algorithmische Suche und Studie zur Aktualität deutscher Suchmaschinenindizes) und ihrer Tauglichkeit für die Suchenden. More »

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Studie zur Aktualität deutscher Suchmaschinenindizes

Dirk Lewandowski, einer der wenigen deutschen Professoren die sich intensiv mit Websuchmaschinen auseinandersetzen, hat einen Artikel über die Aktualität von Suchmaschinenindizes (Preprint als PDF) im Journal of Information Science veröffentlicht.

Um die Qualität von Suchmaschinen zu bewerten, wurden vier Qualitätsmerkmale definiert:

1. Indexqualität

2. Qualität der Ergebnisse

3. Qualität der Suchfeatures

4. Usability der Suche

Die Aktualität des Index gehört als Unterpunkt zum Punkt 1, der Indexqualität. Wobei es hierbei nicht nur um die Aufnahme neuer Seiten geht, sondern auch um die zeitnahe Erfassung von Änderungen bei bestehenden Seiten und die Entfernung von gelöschten Seiten aus dem Index.

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Übernahmeangebot an Yahoo! zurückgezogen

4. Mai 2008 | 1 Kommentar | Kategorie Suchmaschinen, Yahoo!, bing (msn live)

OK, damit hat dann doch wohl keiner wirklich gerechnet. Ich habe ja auf eine feindliche Übernahme gewettet, zum Glück nur mit mir selbst.

Für den deutschen SEO/SEM-Markt hätte die Fusion sowieso recht wenig Auswirkungen gehabt. Die Nutzer die man in Summe über Yahoo! und msn/live bekommt kommen kaum an die Nutzer ran, die man über die großen Google-Partner bekommt (wobei ich schon auch etwas verwundert bin, dass sich noch keiner Gedanken über die Unterschiede im Ranking bei Google & den Google-Partnern gemacht hat. Die Indizes sind nämlich nicht identisch).

Insgesamt aber freue ich mich erst mal für Yahoo!, ist einfach eine sympathische Firme, was man von Microsoft so nicht zwingend behaupten kann. Auch sind mir drei Player immer noch lieber als Zwei. Dennoch bedeutet es für Yahoo! die eigene Ertragsschwäche asap zu überwinden und den Internet-Gemischtwarenladen zu konsolidieren.

Es gibt auch eine sehr ausführliche eMail Korrespondenz zwischen Steve Ballmer und Jerry Yang, JoJo hat dieser auch bereits gepostet:

Microsoft zieht Übernahmeangebot für Yahoo zurück

Und hier das deutsche Presseecho:

heise, golem, FTD, FAZ

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Suchmaschinen, SEM & SEO – Februar 2008

29. Februar 2008 | Keine Kommentare | Kategorie Google, SEO, Suchmaschinen, Yahoo!, ask, bing (msn live)

1. Der Einfluss von Trust auf das Ranking

Sistrix hat die Frage aufgeworfen, ob Google den Trust einer Seite zu stark gewichtet. Er hat mal wieder seine analytischen Fähigkeiten gezeigt und für 100.000 Suchanfragen die Durchmischung der SERPs mit unterschiedlichen Domains ermittelt. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass vor allem die ersten Treffern von weniger Domains gestellt werden, als die Hinteren. Seine Grafik zeigt hier einen fast konstanten Anstieg. Scheinbar geht Google gerne auf Nummer Sicher, wenn es um die vorderen Plätze geht. Alte und beständige Seiten haben hier wohl einen Vorteil. Allerdings wirft Sistrix zu recht die Frage auf, ob auf Dauer gleichförmige SERPs gefragt sind. Ich denke aber, dass wir Gewohnheitstiere nicht so kritisch zu diesem Thema stehen. Und für uns Inhouse-SEOs, die ja oft auf älteren Domains arbeiten, eine sicherlich eher positive Meldung.

2. Fakteninformationen direkt in den Google-SERPs

Wer nach Fakteninformationen in Google sucht, erhält diese jetzt auch direkt angezeigt. Die Suchanfrage “Einwohner Darmstadt” liefert an erster Stelle die gesuchte Information (hier: 141.257) sowie einen Hinweis auf das Alter des Datums (hier 31.12.2006). Die Anfrage “Wie viele Einwohner hat Darmstadt” liefert allerdings keine direkte Antwort. Dafür aber “Einwohner hat Darmstadt“. NLP findet also nicht statt. Da aber kaum echte Fragen an Websuchmaschinen gestellt werden, ist die Google-Lösung sicherlich eher im Interesse des Suchenden.

3. PDF: Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung

Thomas Promny hat ein kleines aber feines PDF zu den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung veröffentlicht. Mir hat es gut gefallen und ich denke, dass sich ein Blick immer lohnt:

Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung

4. Bignews – Die Antwort von ask auf Google News

Nach langer Zeit bemüht sich jetzt auch ask.com um eine News-Suche und versucht eine Mischung aus Digg und Google-News. Das Ganze gibt es aber bisher nicht in Deutschland, weshalb ich mich dem Thema noch nicht wirklich genähert habe. Mehr dazu bei @web: Big News – Ask.com

5. Google indexiert Blogs jetzt langsamer, oder nicht, oder doch ?!?

Großer Verwirrung herrschte im Februar (und vielleicht noch etwas länger) unter den SEO-Bloggern. Für alle Menschen ohne Blog hier mal kurz um was es geht. Google indexiert neue Blogeinträge in der Regel sehr schnell. Und mit sehr schnell meine ich Minuten, nicht Tage. Für normale Websitebetreiber sicherlich ein Traum. Nun hat aber Uwe festgestellt, dass Google manchmal doch etwas länger benötigt. Scheinbar waren aber nicht alle Blogs hiervon betroffen und auch die betroffenen Blogs wurden immer noch schneller indexiert als eine normale Website. Mehr dazu gibt es bei Uwe: Google schaltet einen Gang zurück.

6. Mobile Suche, oder wer bekommt den Zugang zum Kunden

Ich muss gestehen, ich bin mobil selten im Netzt, obwohl die Kosten bei meinem Arbeitgeber auflaufen. Aber surfen mit dem Handy macht einfach keinen Spaß und wenn ich nicht gezwungen bin, lass ich es lieber. Dennoch ist der Markt interessant. Vor allem, da nicht so ganz klar ist, wir es verteilt wird. Handys sind keine PCs, und wer vom Handyhersteller vorinstalliert wird, kann sich einer entsprechend hohen Nutzung sicher sein. Allerdings sind da noch die Provider, die ebenfalls ein Brandig und diverse Einstellungen an den ausgelieferten Geräten vornehmen. Und um beide bemühen sich die Suchmaschinenanbieter. Google hat sich jetzt erst mal die Vorinstallation auf Nokia-Handys gesichert. Gleichzeitig aber seine Kooperation mit T-Mobile an Yahoo! verloren. Wer ist jetzt wohl besser dran? Man kann zumindest gespannt auf die weitere Entwicklung sein. Mehr dazu gibt es hier:

7. Der Brockhaus entdeckt das Internet

OK, der Brockhaus war schon länger im Netz, aber richtig verstanden hatten die Kollegen das Thema Internet noch nicht. Es gab Updates für zahlende Kunden, um die gedruckte Ausgabe zumindest halbwegs aktuell zu halten. Die junge Generation ging aber an Wikipedia verloren. Und man kann gerne über Qualität streiten, was nicht verfügbar ist, kann auch nicht verglichen werden. Und wer nicht in Google ist, der ist eben nicht vorhanden. Zumindest wenn es um die schnelle Informationssuche im Netzt geht. Jetzt also will der Brockhaus 300.000 Artikel öffentlich zugänglich machen. Ich hoffe, die Seite wird hinsichtlich der Informationsarchitektur noch überarbeitet, sonst wird es mit dem Ranking in Google recht schwer. 300.000 Seiten haut man nicht mal so eben in den Index und rankt diese auch noch. Dennoch wird sich hier sicherlich mittelfristig eine neue Größe in den SERPs etablieren. Vor allem, da Hochschulen sich mit Quellenangaben aus der Wikipedia etwas schwer tun. Wenn zukünftig wieder vermehrt Angaben aus dem Brockhaus in studentischen Arbeiten referenziert werden, werden auch die Backlinks auf den Brockhaus zunehmen. Leider müssen wir uns noch bis April gedulden. To be continued…

Mehr dazu gibt es hier:

8. Marions Kochbuch

Die gute Marion hat es sogar bis zu c´t TV gebracht. Wer aber ist diese Frau? Nun ja, scheinbar kocht sie gerne, und betreibt hierzu eine Website. Auch rankt diese Website recht gut, was einige kochinteressierte Nutzer bringt. Wenn diese sich aber unrechtmäßig die Bildinhalten der Website zueigen machen, gibt es gleich kostenpflichtige Abmahnungen. Unwissenheit schützt halt vor Schaden nicht und so ist das ganze mittlerweile ein Thema für die Medien. Abseits des Medienrummels hat sich aber wieder mal Sistrix etwas genauer mit der Website von Marion auseinander gesetzt. Seine Ergebnisse gibt es hier:

9. Tagungsband Suchmaschinen, leicht angestaubt…

Im Mai 2007 fand die Tagung “Wie Wie arbeiten die Suchmaschinen von morgen?” der acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) statt. Und nun, nach gut neun Monaten gibt es auch einen Tagungsband. Für gewöhnlich muss ich meine Tagungsbeiträge immer im Vorfeld einreichen und die Tagungsbände gibt es direkt auf der Tagung. Aber es ging ja auch um die Suchmaschinen von morgen, da kann der Tagungsband auch mal bis morgen warten ;-)

Es gibt mal wieder einige Web/Suche 3.0 Ideen von Menschen, die nicht mal das Web 2.0 aus eigener Anschauung kennen. Sorry, oft fragt man sich aber schon, ob die Herren das gleiche Internet meinen oder ob es da noch ein anderes Internet gibt… Dennoch lohnt sich der Band, wenn man auch stellenweise etwas Humor mitbringen sollte: http://intern.acatech.de/public_news_details.php?newsid=130

10. Google gibt den Indexierungszeitpunkt an

Wie der GoogleWatchBlog berichtet, kann man sich bei allen Seiten den Indexierungszeitpunkt anzeigen lassen, wenn man die erweiterte Suche nutzt. Somit kann man prüfen, wann die eigenen Inhalte in den Index aufgenommen wurden, wie lange Google benötigt um neue Inhalte zu indexieren und wie schnell Google die Konkurrenz indexiert. Sicherlich keine Fragen, die man täglich als SEO beantworten muss. Ein Indikator für etwaige Probleme kann diese Information schon sein. Mehr dazu gibt es hier:

11. Auswirkung eines Delistings bei Google

Was passiert eigentlich, wenn man aus dem Index von Google fliegt? Wer eine halbwegs gute Trafficanalyse hat, wird sicherlich wissen, wie viele Besucher über Google kommen. Dennoch hat sich Hitwise ebenfalls diese Frage gestellt und die Trafficentwicklung zur Suchanfrage “car insurance” für die Website GoCompare analysiert, sehr lesenswert:

12. Weiterentwicklung der Google-SERPs

Die Ergebnisseiten von Google (ebenso wie die der Mitbewerber) haben sich in den letzten Jahren kaum verändert. Sicher versucht Google immer mehr vertikale Suchräume in normale Ergebnisseite zu integrieren, immerhin kosten auch die spezialsuchen Geld und das Problem der tab blindness ist schon so alt wie die Suchmaschinen an sich. Und wenn man das Informationsbedürfnis korrekt antizipiert liefern die vertikalen Suchen meist bessere Ergebnisse. Dennoch bleibt die Ansicht der Liste erhalten. Und Google geht auch davon aus, dass die Listenansicht einfach und verständlich ist. Die Suche soll ja gerade nicht durch ein kompliziertes Interface dem Suchenden von seiner Suche ablenken. Dennoch bietet Google unter http://www.google.com/experimental/index.html mittlerweile auch alternative Ansichten. Es gibt hier eine Infoansicht, ähnlich der aktuellen SERP, eine Zeitleistenansicht und eine Kartenansicht. Sicher machen nicht alle Ansichten zu jeder Suchanfrage Sinn, dennoch kann eine gute Informationsvisualisierung zu neuen Erkenntnissen führen. So kann beispielsweise die Zeitleistenansicht zeigen, wann ein Thema stattgefunden hat, ob es zyklisch ist etc. Ich persönlich schätze Suchmaschinen schon immer als Instrumente der Markt- und Meinungsforschung. Sicher werden diese Ansichten für die normale Suche eher uninteressant bleiben. Für eine Recherche aber sind sie sicherlich Interessanter als die “erweiterte Suche”, die ja besser “Assistent für die Anfrage Formulierung” genannt werden sollte.

Mehr dazu gibt es hier:

13. Schindluder auf Subdomais von Verlagen

Wieder mal findet sich bei Sistrix eine interessante Beobachtung. Offensichtlich laufen auf Subdomains von einigen großen Verlagsseiten einige Werbeprojekte. Gut für die Inhalte, da diese vom Trust der Hauptdomain profitieren, schlecht für die Hauptdomain, wenn Google das Treiben zu bunt wird. Es handelt sich hierbei aber wirklich um ein Problem von gewachsenen Seiten. Da gibt es alte Vereinbarungen, vergessene Projekte oder unsaubere Partner und schon ist es passiert…

Es lohnt sich immer mal wieder zu prüfen, welche Inhalte Google so auf den eigenen Domains findet. Wieder mal ein sehr lehrreicher Artikel.

Den vollen Artikel gibt es natürlich bei Sistrix:

14. Yahoo! Buzz

Yahoo! hat seinen eigenen Digg-Klon gestartet. Lt. Heise wird auch das Versenden der Nachrichten an Bekannte etc. mit gewertet. Außerdem kann der Nutzer auch Meldungen negativ bewerten. Mehr gibt es natürlich bei Uwe:

15. Yahoo! Open Search Platform

Auch zu Google Webmastertools bringt Yahoo! ein Gegenprodukt. Hier soll der Nutzer sogar die Möglichkeit erhalten, die Snippets in den SERPs selbst zu befüllen. Da wünscht man sich doch mal einen größeren Marktanteil für Yahoo! Ebenfalls via heise:

16. Die Liechtenstein Affäre

Da hat doch der gute Herr zum Postwinkel Probleme mit dem kreativen Steuersparen in Liechtenstein und auf ein mal wollen alle in das schöne Lichtenstein in Sachen. So weit so gut, daraus kann man auch einen kleinen Post machen. Dass wir dann leider gleich das Opfer der Trafficpolizei geworden sind, liegt wohl am zu schnellem Tippen… Dankenswerter weise liefert die SEO-Klitsche dankenswerter weise eine tiefgreifende Erklärung dazu…

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Liechtenstein oder Lichtenstein?

19. Februar 2008 | 7 Kommentare | Kategorie Keywordanalyse, SEO

Liechtenstein oder Lichtenstein? Aus aktuellem Anlass ist das vermeintliche Steuerparadies Liechtenstein ein Thema mit steigender Tendenz bei den Suchanfragen geworden. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass nach dem beschaulichen Alpen-Kleinstaat Liechtenstein überwiegend in zwei Schreibweisen gesucht wird. Denn neben Liechtenstein geben die Nutzer noch häufiger die Schreibweise Lichtenstein ein – naja ist ja auch kürzer und geht wahrscheinlich schneller…

Fakt ist, dass das kleine Fürstentum Liechtenstein und nicht Lichtenstein heißt! Trotzdem zeigt dieses Phänomen deutlich, dass sich sowohl im Bereich SEO als auch im Bereich SEM einiges an Traffic – im Fall von Liechtenstein mit Lichtenstein sogar mehr(!) – abgreifen lässt, als mit der offiziellen Schreibweise.

Lichtenstein vs. Liechtenstein
Abbildung: Google Trends – Lichtenstein oder doch Liechtenstein?

Den Lichtensteiner Banken bzw. Liechtensteiner Banken in Vaduz dürfte das egal sein. Ebenso dürfte sich Lichtenstein in Sachsen vielleicht auch über unerwarteten Traffic freuen.

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Suchmaschinen, SEM & SEO – Januar 2008

31. Januar 2008 | 1 Kommentar | Kategorie Google, SEO, Suchmaschinen, Yahoo!

Bis Anfang dieses Jahres habe ich auf meiner Homepage Meldungen mit Bezug zu Suchmaschinen gesammelt. Mangels Zeit konzentriere ich mich jetzt aber mehr auf diesen Blog. Themen die ich nicht in einem gesonderten Posting behandele, werde ich zukünftig monatlich kurz zusammenfassen.

1. Microsoft kauf Fast

Nun, das Echo hierzu war nicht wirklich groß, Golem, Heise etc. berichteten kurz und dann ging es noch etwas durch die Blogs. Fast betrieb eine zeitlang die Websuche alltheweb, welche als einzige mir bekannte Suchmaschine solch lustigen Sachen wie Trunkierung und Abstandsoperatoren unterstützte. OK, der normale Suchmaschinennutzer muss jetzt erst mal die Worte googeln, aber unsere Professoren im Bereich Information Broking waren hin und weg ob dieser professionellen Operatoren.

Aber Spaß beiseite, die Suchtechnologie von Fast ist wirklich sehr beeindruckend. Eigentlich spricht man hier auch eher von Indextechnoligie, da Fast mehr als nur Suchlösungen anbietet. Fast bietet anhand von Entity Extraction und Sentiment Analysis die Möglichkeit Inhalte contextuell zu clustern, zu verknüpfen, zusammenzufassen oder sonst wie zu arrangieren. Damit bietet Fast die Möglichkeit, eigene Inhalte zu Managen. Eine Funktion, die ein CMS nicht hinbekommt. Content Management Systeme managen ja eher Publikationsprozesse und nicht die Inhalte. Letztere verstehen sie nämlich nicht und hier kann eine Indextechnologie wesentlich weiterhelfen. Fast hat hier eine klare Vision was man mit Indextechnologie so alles anstellen kann. Und es war wohl die einzige europäische Firma, die man zu den Großen im Bereich der Suchtechnologie zählen konnte. Lustigerweise hatte Fast auch schon viele Produkte, die Frau Merkel mithilfe von Theseus erst entwickeln lassen will. Aber wer in Berlin kennt schon den Weg nach Oslo…

2. Google muss reguliert werden

Die TR bringt ein Interview mit Herrn Prof. Maurer von der TU Graz. Herr Maurer hatte am Forschungsbericht zur Googlisierung der Gesellschaft mitgearbeitet. Der Bericht kam zum Schluss, dass Google eine nahezu universelle Informationsmacht angehäuft hat:

http://www.heise.de/tr/artikel/101926/from/rss09

Eine seiner Ideen um Google eine Alternative entgegenzusetzen ist die, viele länderspezifische Spezialsuchmaschinen zu entwickeln und über eine Sammelseite zugänglich zu machen. Der Nutzer muss sich dann halt die zu seiner Frage passende Suchmaschine auswählen.

Sicher kann eine Spezialsuchmaschine teilweise bessere Ergebnisse finden, als eine allgemeine Suchmaschine. Nur ist der Nutzer nicht gewillt, im Vorfeld eine Quelle auswählen zu müssen. Da ist Google doch schneller. Und gerade Google zeigt mit Universal Search, dass auch der Google-Nutzer nicht bereit war, die passenden Suchräume zu nutzen. So wurden und werden weiterhin Bilder, News und Videos zum Großteil in der Websuche gesucht. Also ist mal wieder der Google-Ansatz, alles in einer SERP anzuzeigen, der Bessere, Sorry

Abgesehen von dieser leicht naiven Idee finde ich die Ansichten von Herr Prof. Maurer aber durchaus gut. Vor allem seine Meinung zu Theseus etc. kann ich vollauf teilen.

3. Wikia

Wikia, die Suchmaschine von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales ist gestartet und auch sofort gestürzt. Am besten beschreibt Prof. Lewandowski von der HAW Wikia: „Maßlos enttäuscht” Dem ist wirklich nichts mehr hinzuzufügen.

4. HTTP-Header X-Robots

Yahoo! kündigt an, Metatags auch aus dem HTTP-Header auszuwerten und Google folgt. Was das Ganze soll, hat wieder mal Sistrix gut zusammengefasst:

http://www.sistrix.com/news/716-new-tag-in-town-x-robots.html

IMHO bringt das Tag erst mal mehr Arbeit und weniger Nutzen. Zukünftig heißt es also, dass Linkgebende Seiten nach einem weiteren Kriterium beurteilt werden müssen.

5. Google verändert Behandlung von Stoppworten

Auch hier wieder mehr Informationen auf Sistrix:

http://www.sistrix.com/news/713-google-veraendert-behandlung-von-stopworten.html

Für mich ändert sich hier wenig. Mir waren sinnvolle Titel immer lieber als sinnlose Keywordreihen. Klickattraktivität und Kundenwahrnehmung sind halt manchmal wichtiger. Schön, dass sich Google dieser Meinung anschließt ;-)

6. Google nutzt die Geolocations, endlich.

Wie Uwe in seinem Artikel Geolocation bei Google endlich aktiviert berichtet, wertet Google wohl endlich die vom Websitebesitzer in den Webmaster-Tools angegebenen Geoinformationen aus. Sprich, wenn jemand seine Seite als eine deutsche Seite kennzeichnet, wird die Seite auch gefunden, wenn ein Suchender die Suche auf „Seiten aus Deutschland” einschränkt. Eine sehr nützliche Funktion, da beispielsweise AOL Deutschland per Default die Suche auf Seiten aus Deutschland einschränkt und bekanntlich den Google-Index nutzt.

7. Google überarbeitet mobile Suchmaschine

Google setzt hier wohl stärker auf lokale Ergebnisse, wenn der Nutzer einen Standort hinterlegt und die SERP kombiniert Treffer aus Web, News, Bildersuche. Die Trennung zwischen mobilen und normalen Websites wird auch gleich mal aufgehoben. Schön, solange aber Datentarife in Deutschland so teuer sind wie im Moment und surfen per Handy einfach nur lästig ist, ist er mir ziemlich egal. Ich surfe fast nie mobil, kann also leider keine Meinung hierzu äußern. Wer aber in der mobilen Suche aktiv ist, sollte sich die Neuerungen mal ansehen:

http://www.google.de/mobile/

8. Alternative zu Google Analytics

Auf SEO-United gibt es einen Artikel zu phpMyVisites, eine Alternative zu Google-Analytics. Sicher für alle interessant, die unter Google-Paranoia leiden oder aber ihre Projekte mit viel Arbeit für Google getrennt halten, aber über einen Google-Account wieder zusammenführen ;-)

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Sculpting Your PageRank II – Der Einsatz von nofollow-Links bei Shopping- und Preisvergleichsseiten

1. Januar 2008 | 5 Kommentare | Kategorie Inhouse-SEO

Eine Einführung in das Thema erspare ich mir, die findet Ihr unter Sculpting Your PageRank I. In diesem zweiten und abschließenden Teil der Serie gehe ich auf die Ergebnisse der Shopping- und Preisvergleichsseiten ein.

Beginnen wir mit den Shopping-Portalen:

Website Interne Links davon noFollow Externe Links davon noFollow Summe Links Summe noFollow
aldi

4

0

24

0

28

0

amazon

188

0

0

0

188

0

ebay

1

0

175

0

176

0

ikea

64

0

1

0

65

0

media markt

29

0

4

0

33

0

mobile

16

0

41

3

57

3

otto

595

0

2

0

597

0

quelle

297

0

0

0

297

0

saturn

1

0

0

0

1

0

scout24

6

0

24

0

30

0

tchibo

68

0

1

0

69

0

weltbild

80

0

3

0

83

0

Durchschnitt

112

0

23

0

135

0

Überraschenderweise scheinen Shoppingportale ebenfalls kein Interesse an der Optimierung der internen PageRank-Vererbung zu haben. Sicher wird jetzt der Eine oder Andere sagen, dass einige der Anbieter ihr Geld im stationären Handel verdienen. Aber warum ist man dann überhaupt im Internet?

Dass allerdings auch die deutschen Ableger der amerikanischen Websites kein nofollow einsetzen, finde ich schon überraschend. Vor allem, da eBay sich ja wirklich für keinen noch so dämlichen Rubrikenbeschreibungstext zu schade ist. Immerhin rankt Amazon zu Mein Konto auf Eins, eine Position die bestimmt manche Bank gerne hätte.

Am Verhältnis interner zu externer Links wird aber auch deutlich, dass Amazon auf eine ordentliche Verzeichnisstruktur wert legt, wohingegen eBay sein Glück mit Subdomains versucht.

Einzig mobile setzt dezent Nofollow-Links ein. Nun ja, schon mal ein Anfang. Einige der Shoppingportale haben aber wirklich ganz andere Probleme als fehlende Nofollow-Links. Vor allem Otto versucht wohl mit knapp 600 ausgehenden Links jede FFA-Site blass aussehen zu lassen ;-) Auch sind bei den wenigsten deutschen Anbietern sinnvolle URL-Strukturen zu erkennen, ein wirklich stark verbreitetes Problem.

Saturn ist dafür sehr sparsam mit Links und schafft es unter www.saturn.de nur einen einzigen Link auf der Seite unterzubringen – allerdings sieht man die Seite auch nur, wenn man sie ohne Cookie von Saturn aufruft. Lustigerweise ist gerade dieser eine Link ein Kandidat für ein rel=nofollow-Attribut. Der Link zeigt nämlich auf die Datenschutzerklärung. Leider rankt die Seiten dennoch nicht zu Datenschutz, da man sich den Titel für die Seite kurzerhand gespart hat…

Tchibo schafft es übrigens zu Filiale suchen auf den ersten Platz bei Google.

Offensichtlich scheinen vor allem die deutschen Shoppingportale kaum Wert auf ein gutes Ranking zu legen. Zu viel ist hier einfach suboptimal, das Fehlen der nofollow-Links ist hier eher das kleinste Problem. Einzig bei eBay und Amazon verwundert es doch, da hier offensichtlich viel Wert auf ein gutes Ranking gelegt wird.

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Suchmaschinen durchdenken

26. Dezember 2007 | 1 Kommentar | Kategorie Inhouse-SEO, Suchmaschinen

Für SEOs ist es wichtig zu wissen, an was Suchmaschinenanbieter gerade arbeiten. Themen wie Universal Search, PageRank-Abstrafungen, Linkbewertung etc. beschäftigen uns alle. SEO-Blogs sind voll von Meinungen zu diesen Themen. Allerdings betrachten wir natürlich alles aus dem Blickwinkel des SEOs – Wie muss ich meine Strategien anpassen? Wie kann ich mehr Traffic generieren? Was bedeuten die Neuerungen für meine Projekte etc.

Suchmaschinenbetreiber haben aber den Suchenden im Fokus. Immerhin müssen sie zuerst den Suchenden zufrieden stellen, da diese die Basis ihres Erfolges sind.

Leider finden sich in der deutschen Forschungslandschaft wenige, die sich intensiv mit Websuchmaschinen beschäftigen. Man träumt lieber leicht überheblich von intelligenteren Suchapplikationen, die leider die Grundlagen des Internet gerne mal ausblenden.

Eine positive Ausnahme ist für mich allerdings Dirk Lewandowski. Als Professor für Information Research & Information Retrieval an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg beschäftigt er sich eingehend mit dem Thema Web Information Retrieval. Seine Veröffentlichungen finden sich auf der Website www.durchdenken.de.

Sicher, er behandelt er keine SEO-Themen. Aber Suchmaschinen werden halt nicht nur von SEOs genutzt und so kann ein kleiner Blick über den Tellerrand recht interessant werden. Viele Publikationen, wie beispielsweise “Qualitätsmessung bei Suchmaschinen: System- und nutzerbezogene Evaluationsmaße” oder “Query types and search topics of German Web search engine users” regen hier zum nachdenken an.

Wer also die Ruhe zwischen den Jahren nutzen will um Suchmaschinen richtig zu durchdenken, sollte sich die Seite mal ansehen. Und wer dann immer noch nicht genug hat, findet in seinem online verfügbarem Buch “Web Information Retrieval” weitere Hintergrundinformationen. Und auch wenn das Buch von 2005 ist, stelle ich immer wieder fest, dass einige SEOler nicht mal Grundbegriffe wie Precision, Recall oder auch Relevance Feedback kennen. Ein wenig Hintergrundwissen über Suchmaschinen schadet also nicht. Es gibt mehr als nur Backlinks, Linkbait und PageRank in der Welt der Suchmaschinen.

Und da die meisten großen Websites auch eigene Suchfunktionen bieten, lohnt sich die Lektüre für den Einen oder Anderen gleich doppelt.

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Deutschlands Web 3.0 Visionen und die Realität der Internetsuche

16. Dezember 2007 | 2 Kommentare | Kategorie Suchmaschinen

Der Artikel Deutschland auf dem Weg ins Web 3.0 bringt mich auf die Idee, dieses Thema auch mal hier im Inhouse-SEO Blog zu besprechen. Sicherlich, kein echtes SEO-Thema, aber immerhin geht es um die zukünftige Art zu suchen…

Schon während meines Studiums habe ich mich mit Ontologien und semantischen Suchen auseinandersetzen müssen, bin also auf diesem Gebiet nicht ganz unbeleckt. Leider aber scheinen sich hierzulande Begriffe wir Web 3.0 und semantische Internetsuche festzufressen.

Aber um was geht es? Google & Co. werden ja gerne als dumme Suchmaschinen hingestellt, die leider nur Worte, aber keine Zusammenhänge erkennen. Semantik soll hier bessere Ergebnisse liefern. Meiner Meinung nach werden hier aber bereits zentrale Erkenntnisse Missachtet:

  1. Wenn Websitebetreiber ihre Inhalte semantisch erfassen und eine Suchmaschine diese Auswerten soll, haben die Websitebetreiber Kontrolle darüber wie ihre Inhalte erfasst werden. Das hatten wir ja bereits mit den Meta-Keywords. OK, für uns SEOs wäre das Leben sicher wieder einfacher. Ich zweifle aber doch ernsthaft, dass jemand eine Spam-Suche benötigt.
  2. Warum sollten wir Antwortmaschinen benötigen? Wie hoch ist der Anteil konkreter Fragen in den Suchlogs? Oft nutzen wir Suchmaschinen um zu navigieren oder aber um Entscheidungen vorzubereiten. Da benötige ich keine Antwort, sondern Informationen. Die Antwort erarbeite ich mir dann doch lieber selbst. Und für Faktenfragen haben wir ja Wikipedia etc.
  3. Google & Co versuchen über Personalisierung etc. mehr Informationen über den Nutzer zu erhalten. Das Einfache erkennen von Homonymen hilft leider nicht weiter, wenn die Suchmaschine keine Informationen über die Präferenzen des Nutzers hat. Was will der Suchende denn jetzt, wenn er nach Golf sucht?
  4. Die automatische Abbildung von Synonymen bringt auch erst mal nur mehr Treffer, keine besseren Treffer. Und ich persönlich habe in der Regel einfach zu viele Treffer, nicht zu wenige.
  5. Überhaupt werden die bei den großen Suchmaschinen schon gesammelten Daten nicht betrachtet. Meiner Meinung nach stellen aber gerade diese einen größeren Wert als der Index dar. Wer weiß denn schon, was wir alle wann suchen und was wir dann gerne klicken? Dieser Wissensvorsprung kann kaum kompensiert werden.

Alles in allem scheinen die Ansätze des Web 3.0 leider recht unpraktikabel.

Google vertraut grundsätzlich den Websitebetreibern nicht. PageRank, TrustRank, Wertung der Linktexte etc. sind alles Methoden um ein neutrales Ranking unabhängig von den zu rankenden Websites zu ermöglichen. Hier gehen die Ideen von Theseus aber genau in die andere Richtung.

Ich bin persönlich ja ein Freund guter Inhaltserschließung, da mir diese wirklich erst komplexere Anwendungen ermöglicht. Ich traue aber auch nur den Daten, auf die ich im Notfall den Durchgriff habe. Für die Websuche, sowie alle offenen Systeme, müssen, meiner Meinung nach, andere Wege gefunden oder aber die Möglichkeiten zur Sanktionierung von Fehlverhalten wesentlich ausgebaut werden. Und wer stellt dann ein Fehlverhalten fest?

Wie ist Eure Meinung zum Thema?

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